Menschen neigen dazu, linear zu denken. Wenn etwas wächst, erwarten wir, dass es weiter wächst. Wenn es abnimmt, erwarten wir, dass es weiter abnimmt. Wir sind natürliche Trendbeobachter und suchen instinktiv nach Mustern. Nicht viel mehr leisten Algorithmen heute... Trends sind schön, vor allem weil sie leicht zu verfolgen sind. Das Problem ist, dass sie nicht mehr viel wert sind, wenn etwas unvorhergesehenes geschieht. 

Image by Robert Bye

"When spring comes, snow melts first at the periphery, because that is where it is most exposed"

Andy Grove

Diskontinuitäten erkennen und überproportional von Chancen profitieren

Der Mathematiker Benoit Mandelbrot bezeichnete den Zyklus der Kontinuität, der von Diskontinuitäten unterbrochen wird, als "Noah-Effekte und Joseph-Effekte". Joseph-Effekte unterstützen, wie in der biblischen Geschichte, lange Perioden der Kontinuität. Noah-Effekte hingegen sind wie ein großer Sturm, der eine massive Flut von Diskontinuitäten erzeugt und die vorherige Ordnung wegspült. Geschäftsmodelle, die auf den Joseph-Effekten aufbauen, werden durch Noah-Effekte gestört und schaffen neue Möglichkeiten für diejenigen, die in der Lage sind, sich zu identifizieren und anzupassen.

 

Im Laufe der Geschichte haben immer die Wendepunkte die folgenden Phasen der Kontinuität bestimmt. Wendepunkte bewirken eine dramatische Verschiebung in der Wettbewerbsdynamik eines funktionierenden Systems. Sie haben die Macht, einen exponentiellen Wandel herbeizuführen. Vielleicht zehnmal größer, zehnmal billiger, zehnmal bequemer und so weiter. Häufige Auslöser für Wendepunkt sind nicht allein der technologischer Wandel. Auch regulatorischer Wandel, soziale Veränderungen, demografischer Wandel, neue Verbindungen (zwischen ehemals isolierten Elementen, typisch bei digitalen Disruptionen) oder politischer Wandel können die Ursache sein.

 

Zukunft geschieht nicht irgendwie auf einmal. Sie entfaltet sich vielmehr ungleichmäßig nach und nach. Überall um uns herum sind ihre Anzeichen bereits vorhanden. Die Kunst liegt darin sie zu erkennen und sinnvoll zu interpretieren. Der Schlüssel liegt darin, ein wenig nach vorne zu schauen und zu sehen, dass das, worüber sich alle einig sind, nicht mehr in die Tatsachenmuster passt.

Schnee schmilz an den Rändern zuerst

Andy Grove, Co-Founder und ehemaliger CEO von Intel stellte fest: "Wenn der Frühling kommt, schmilzt der Schnee zuerst an der Peripherie, denn dort ist er am exponiertesten". Das bedeutet nichts anderes als das Veränderungen in unseren Märkten an den Rändern und nicht im Kern, bei den Ausreißern und nicht im Mainstream, bei den Störern und nicht bei den Hauptakteuren stattfinden. Auch die allerbesten Ideen für Verbesserungen oder Innovationen finden sich, indem man sich anschaut, womit sich Kunden tatsächlich beschäftigen, wie sie Dinge verwenden, was sie aufregt, ärgert, freut oder verwundert. Es sind die kleinen, unauffälligen Hinweise des Alltags die am Ende wirklich Großes bewirken. 

Für Menschen, die Organisationen leiten, hat diese Erkenntnis ganz wesentliche Auswirkungen. Wenn Veränderungen zuerst an den Rändern passieren, müssen wir sicherstellen, dass wir sehen, wann dies geschieht. Dieses Ziel können wir nicht mit Big Data und Analytics erreichen. Um dieses Ziel in Organisationen strukturiert anzugehen, braucht es einen völlig neuen Ansatz: Contextual Data ("C-Data") Collaboration. Mit Hilfe von C-Data erfahren wir, was Menschen aus allen Bereichen unserer Organisation zu sagen haben. Erst mit C-Data können wir auch in komplexen Situationen wirklich datengetrieben entscheiden. 

 

beeBlum verfügt über Mechanismen, um in direkten Kontakt mit den "Rändern" zu kommen. Führungskräfte werden regelmäßig mit verschiedenen Perspektiven konfrontiert. Teambasierte Strukturen ermöglichen einen offeneren Austausch, als dies in der realen Welt typischerweise praktiziert wird. So bekommen auch unangenehme und darum umso wertvollere Nachrichten einen Platz. Durch die Einbeziehung kundenspezifischer Kriterien können Erkenntnisse strukturiert ausgewertet und nachverfolgt werden.

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